{"id":4448,"date":"2014-04-02T17:00:57","date_gmt":"2014-04-02T17:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www3.hhu.de\/duesseldorfer-archiv\/?p=4448"},"modified":"2016-05-09T09:46:12","modified_gmt":"2016-05-09T09:46:12","slug":"2-u-6812-solifenacin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/d-prax.de\/?p=4448","title":{"rendered":"2 U 68\/12 &#8211; Solifenacin"},"content":{"rendered":"<div class=\"field field-type-text field-field-nummer\">\n<div class=\"field-items\">\n<div class=\"field-item odd\">\n<div class=\"field-label-inline-first\"><strong>D\u00fcsseldorfer Entscheidung Nr.: 2195<\/strong><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Oberlandesgericht D\u00fcsseldorf<br \/>\nVerzichtsurteil vom 2. April 2014, Az. 2 U 68\/12<\/p>\n<p>Vorinstanz: <a href=\"https:\/\/www3.hhu.de\/duesseldorfer-archiv\/?p=2524\">4a O 282\/10<\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>I. Die Kl\u00e4gerin wird mit ihren Anspr\u00fcchen auf Unterlassung, Auskunftserteilung, Rechnungslegung, R\u00fcckruf, Vernichtung und Schadenersatz wegen Verletzung des deutschen Teils des europ\u00e4ischen Patents 0 801 067, begangen durch die Lieferung von Solifenacinsuccinat an das in der Bundesrepublik Deutschland ans\u00e4ssige Generikaunternehmen Hexal AG, sowie mit ihren Anspr\u00fcchen auf Unterlassung, R\u00fcckruf und Vernichtung wegen Verletzung des deutschen Teils des europ\u00e4ischen Patents 0 801 067, begangen durch Werbung f\u00fcr den besagten Wirkstoff in der Fachzeitschrift SCRIP, abgewiesen.<\/p>\n<p>II. Das am 26. Juli 2012 verk\u00fcndete Schlussurteil der 4a Zivilkammer des Landgerichts D\u00fcsseldorf ist im Umfang des Ausspruchs zu Ziffer I. einschlie\u00dflich der Kostenentscheidung gegenstandslos.<\/p>\n<p>III. Die Kosten des Rechtsstreits (erster und zweiter Instanz) tr\u00e4gt die Kl\u00e4gerin.<\/p>\n<p>IV. Das Urteil ist vorl\u00e4ufig vollstreckbar.<\/p>\n<p>V. Die Revision wird nicht zugelassen.<\/p>\n<p>VI. Der Streitwert wird auf 750.000,- \u20ac festgesetzt.<\/p>\n<p><b>GR\u00dcNDE<\/b>:<\/p>\n<p>Nachdem die Kl\u00e4gerin auf die nicht durch Anerkenntnis rechtskr\u00e4ftig erledigten Klageanspr\u00fcche verzichtet hat, ist ihre noch anh\u00e4ngige restliche Klage durch Verzichtsurteil abzuweisen.<\/p>\n<p>Die Kosten des Rechtsstreits fallen insgesamt der Kl\u00e4gerin zur Last. Soweit sie auf die streitig zuerkannten Klageanspr\u00fcche verzichtet hat, folgt dies aus ihrem mit dem Verzichtsurteil verbundenen Unterliegen in der Hauptsache (\u00a7 91 ZPO), soweit sie im Rechtsstreit aufgrund des Teilanerkenntnisses der Beklagten obsiegt hat (Auskunft, Rechnungslegung, Schadenersatz wegen Werbung), ergibt sich die Kostenlast der Kl\u00e4gerin aus \u00a7 93 ZPO. Die anderslautende Kostenentscheidung des Landgerichts steht trotz der Rechtskraft des Teilanerkenntnisses in der Hauptsache zur \u00dcberpr\u00fcfung durch den Senat, weil die Beklagte ihre Berufung auch gegen die ihr im Umfang des Teilanerkenntnisses nachteilige Kostenentscheidung des Landgerichts gerichtet hat. Eine Veranlassung zur Klageerhebung ergibt sich \u2013 anders als das Landgericht meint \u2013 nicht daraus, dass die Beklagte sich f\u00fcr die streitgegenst\u00e4ndlichen Lieferungen auf den Privilegierungstatbestand nach \u00a7 11 Nr. 2b PatG berufen und insofern ein Anerkenntnis verweigert hat. Wenn von der Roche-Bolar-Regelung nur bestimmte Benutzungshandlungen erfasst werden, andere aber nicht, muss ein Teilanerkenntnis, welches entsprechend differenziert, rechtlich m\u00f6glich und im Rahmen von \u00a7 93 ZPO beachtlich sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>D\u00fcsseldorfer Entscheidung Nr.: 2195 Oberlandesgericht D\u00fcsseldorf Verzichtsurteil vom 2. 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