{"id":2203,"date":"2012-12-02T17:00:08","date_gmt":"2012-12-02T17:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www3.hhu.de\/duesseldorfer-archiv\/?p=2203"},"modified":"2016-04-25T09:25:10","modified_gmt":"2016-04-25T09:25:10","slug":"4a-o-12811-uebereinstimmende-erledigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/d-prax.de\/?p=2203","title":{"rendered":"4a O 128\/11 &#8211; \u00dcbereinstimmende Erledigung"},"content":{"rendered":"<p><strong>D\u00fcsseldorfer Entscheidung Nr.:\u00a0 1798<\/strong><\/p>\n<p>Landgericht D\u00fcsseldorf<br \/>\nUrteil vom 2. Dezember 2012, Az. 4a O 128\/11<!--more--><\/p>\n<p>I. Die Kosten des Rechtsstreits tragen die Beklagten.<\/p>\n<p>II. Das Urteil ist gegen Sicherheitsleistung in H\u00f6he von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrags vorl\u00e4ufig vollstreckbar.<\/p>\n<p>Tatbestand:<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4ger nahmen die Beklagten aus Patent- und Gebrauchsmusterrechten auf Unterlassung, Auskunfts- und Rechnungslegung und die Feststellung der Schadensersatzpflicht sowie auf Erstattung au\u00dfergerichtlich angefallener Abmahnkosten in Anspruch.<\/p>\n<p>Nach dem Vortrag der Kl\u00e4ger verletzen die Beklagten durch das Anbieten und den Vertrieb von Haltern f\u00fcr elektronische Kleinger\u00e4te die Patent- und Gebrauchsmusterrechte der Kl\u00e4ger. Diesem Vortrag sind die Beklagten in der Sache nicht entgegengetreten, sondern monierten mit einem Schreiben der anwaltlich nicht vertretenen Beklagten zu 1) lediglich die H\u00f6he des von den Kl\u00e4gern zugrunde gelegten Streitwertes.<\/p>\n<p>Nach Zustellung der Klage gaben die Beklagten eine Unterlassungserkl\u00e4rung ab, aufgrund derer die Kl\u00e4ger den urspr\u00fcnglich geltend gemachten Unterlassungsanspruch (Klageantrag zu Ziffer I. der Klageschrift) f\u00fcr erledigt erkl\u00e4rten.<\/p>\n<p>Das Gericht hat mit Teil-Vers\u00e4umnis- und Teilurteil vom 14.11.2011 die Beklagten hinsichtlich des nicht f\u00fcr erledigt erkl\u00e4rten Teils der Klage weitestgehend antragsgem\u00e4\u00df verurteilt, wobei die Auskunfts- und Rechnungslegungsverpflichtung sowie die Feststellung der Schadensersatzpflicht lediglich f\u00fcr einen Zeitraum seit dem 11.05.2006 zugesprochen wurde und die au\u00dfergerichtlichen Abmahnkosten lediglich in einer H\u00f6he von 1.693,60 \u20ac aufgrund eines Streitwertes von 50.000,- Euro zugesprochen wurden; im \u00dcbrigen wurde die Zahlungsklage abgewiesen.<\/p>\n<p>Die Beklagten haben gegen das Teil-Vers\u00e4umnisurteil binnen der Notfrist von zwei Wochen keinen Einspruch eingelegt.<\/p>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde:<\/p>\n<p>Nach \u00a7 128 Abs.3 ZPO ist nunmehr \u00fcber die Kosten des Rechtsstreits zu entscheiden. Die Kosten des Rechtsstreits sind gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 92 Abs. 2 Nr. 1, 91 a Abs.1 S. 1, 2 ZPO von den Beklagten zu tragen.<\/p>\n<p>Von einer \u00fcbereinstimmenden Erledigung im Sinne des \u00a7 91a Abs.1 S.1 ZPO ist auszugehen, weil die Beklagten der Erledigungserkl\u00e4rung der Kl\u00e4ger nicht widersprochen haben. Die Kosten des Rechtsstreits sind in Bezug auf den Unterlassungsantrag unter Ber\u00fccksichtigung des bisherigen Sach- und Streitstandes nach billigem Ermessen den Beklagten aufzuerlegen. Die Kl\u00e4ger h\u00e4tten ohne die Erledigung in dem Verfahren aller Voraussicht wegen der Patent- und Gebrauchsmusterverletzung Erfolg gehabt.<\/p>\n<p>Im \u00dcbrigen tragen die Beklagten die Kosten des Rechtsstreits, weil die Kl\u00e4ger den Rechtsstreit \u00fcberwiegend gewonnen haben. Die Zuvielforderung der Kl\u00e4ger hinsichtlich der zeitlich unbegrenzt geltend gemachten Auskunfts- und Rechnungslegungsanspr\u00fcchen sowie der zeitlich unbegrenzt geltend gemachten Feststellung der Schadensersatzpflicht und der Zuvielforderung hinsichtlich der Abmahnkosten sind im Vergleich zum restlichen Streitgegenstand geringf\u00fcgig. H\u00f6here Kosten sind hierdurch nicht veranlasst.<\/p>\n<p>Die Entscheidung zur vorl\u00e4ufigen Vollstreckbarkeit folgt aus \u00a7 709 S.1, 2 ZPO.<\/p>\n<p>Der Streitwert wird festgesetzt:<br \/>\nBis zum 11.11.2011: 50.000,- Euro<br \/>\nDanach: 20.000,- Euro und das Kosteninteresses aus einem Streitwert von 30.000,- Euro f\u00fcr den Unterlassungsantrag<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>D\u00fcsseldorfer Entscheidung Nr.:\u00a0 1798 Landgericht D\u00fcsseldorf Urteil vom 2. 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