{"id":1357,"date":"2014-08-12T17:00:43","date_gmt":"2014-08-12T17:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www3.hhu.de\/duesseldorfer-archiv\/?p=1357"},"modified":"2016-04-21T14:12:52","modified_gmt":"2016-04-21T14:12:52","slug":"4c-o-11013-wintergerste-u-a-ii-2-sortenschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/d-prax.de\/?p=1357","title":{"rendered":"4c O 110\/13 &#8211; Wintergerste u.a. II (2) (Sortenschutz)"},"content":{"rendered":"<div class=\"field field-type-text field-field-nummer\">\n<div class=\"field-items\">\n<div class=\"field-item odd\">\n<div class=\"field-label-inline-first\"><strong>D\u00fcsseldorfer Entscheidung Nr.:\u00a02294<\/strong><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Landgericht D\u00fcsseldorf<br \/>\nSchlussurteil vom 12. August 2014, Az. 4c O 110\/13<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Kosten des Rechtsstreits tr\u00e4gt der Beklagte.<\/p>\n<p>Das Urteil ist vorl\u00e4ufig vollstreckbar. Der Beklagte darf die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung in H\u00f6he von 110 % des aufgrund des Urteils vollstreckbaren Betrages abwenden, wenn nicht die Kl\u00e4gerin vor der Vollstreckung Sicherheit in H\u00f6he von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrages leistet.<\/p>\n<p>Der Streitwert wird auf 1.000,00 \u20ac festgesetzt.<\/p>\n<p><b>TATBESTAND<\/b><\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin, eine f\u00fcr die Durchsetzung der Anspr\u00fcche von Sortenschutzinhabern beauftragte Gesellschaft, ist berechtigt und bevollm\u00e4chtigt, f\u00fcr das Wirtschaftsjahr 2009\/2010 Anspr\u00fcche aus der EU-Sorte A Wintergerste der Nutzungsberechtigten B C GmbH, aus der EU-Sorte D Wintergerste der Nutzungsberechtigten E F GmbH &amp; Co. KG sowie aus der EU-Sorte G Winterweizen der Nutzungsberechtigten B C GmbH geltend zu machen. Der Beklagte, ein Landwirt, betrieb in den vor dem Wirtschaftsjahr 2009\/2010 liegenden Wirtschaftsjahren Nachbau mit diesen Sorten oder verf\u00fcgte in einem Ma\u00dfe \u00fcber diese Sorten, um damit im Wirtschaftsjahr 2009\/2010 Nachbau zu betreiben.<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin nahm den Beklagten im vorliegenden Verfahren im Wege der Stufenklage auf Auskunftserteilung, Zahlung au\u00dfergerichtlicher Rechtsanwaltskosten, Versicherung der Richtigkeit und Vollst\u00e4ndigkeit der erteilten Auskunft an Eides statt sowie \u2013 gegebenenfalls \u2013 auf Zahlung von Nachbaugeb\u00fchren und\/oder Schadensersatz in Anspruch. Mit Teilurteil vom 25.04.2014 verurteilte das Landgericht D\u00fcsseldorf den Beklagten auf der ersten Stufe antragsgem\u00e4\u00df zur Auskunft und Zahlung au\u00dfergerichtlicher Rechtsanwaltskosten. Wegen der Einzelheiten des Teilurteils wird auf Blatt 38 ff. GA Bezug genommen. Mit Schreiben vom 15.05.2014 erteilte der Beklagte hinsichtlich der streitgegenst\u00e4ndlichen Sorten eine Nullauskunft. Daraufhin hat die Kl\u00e4gerin den Antrag auf Versicherung der Richtigkeit und Vollst\u00e4ndigkeit der erteilten Auskunft an Eides statt fallengelassen und den Antrag auf Zahlung von Nachbaugeb\u00fchren und\/oder Schadensersatz f\u00fcr erledigt erkl\u00e4rt. Der Beklagte hat sich der Erledigungserkl\u00e4rung angeschlossen.<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin beantragt,<\/p>\n<p>die Kosten des Verfahrens dem Beklagten aufzuerlegen.<\/p>\n<p>Der Beklagte hat keinen die Kostentragung betreffenden Antrag gestellt.<\/p>\n<p>Wegen der weiteren Einzelheiten des Sach- und Streitstandes wird auf die zwischen den Parteien gewechselten Schrifts\u00e4tze sowie auf die zu den Akten gereichten Unterlagen und das Protokoll der m\u00fcndlichen Verhandlung vom 15.04.2014 Bezug genommen.<\/p>\n<p><b>ENTSCHEIDUNGSGR\u00dcNDE<\/b><\/p>\n<p>Der Beklagte war zur Kostentragung zu verurteilen.<\/p>\n<p>Soweit der Beklagte durch Teilurteil vom 25.04.2014 zur Auskunftserteilung und Zahlung verurteilt worden ist, hat er die Kosten nach \u00a7 91 Abs. 1 ZPO zu tragen, da er insoweit die unterliegende Partei ist. Den auf Abgabe der eidesstattlichen Versicherung gerichteten Antrag konnte die Kl\u00e4gerin ohne Kostenfolge fallenlassen (vgl. BGH NJW 2001, 833; Z\u00f6ller\/Greger, ZPO, 30. Auflage 2014, \u00a7 254 Rn 4). Soweit die Parteien den Antrag auf Zahlung von Nachbaugeb\u00fchren und\/oder Schadensersatz \u00fcbereinstimmend f\u00fcr erledigt erkl\u00e4rt haben, war gem\u00e4\u00df \u00a7 91a ZPO nach billigem Ermessen \u00fcber die Kosten zu entscheiden. Wird bei einer Stufenklage nach Erteilung der Auskunft die Hauptsache hinsichtlich des Zahlungsantrages \u00fcbereinstimmend f\u00fcr erledigt erkl\u00e4rt, muss im Rahmen einer Kostenentscheidung nach \u00a7 91a ZPO auf den (unbestimmten) Zahlungsantrag abgestellt werden. War der Auskunfts- und Rechnungslegungsanspruch begr\u00fcndet, hat der Beklagt die Kosten zu tragen, auch wenn kein Zahlungsanspruch besteht (so etwa OLG D\u00fcsseldorf, NJW-RR 2013, 124; Z\u00f6ller\/Vollkommer, ZPO, 30. Auflage 2014, \u00a7 91a Rn 58 \u201eStufenklage\u201c m.w.N.). So liegt es hier. Besondere Umst\u00e4nde, die ausnahmsweise zu einer Kostenteilung f\u00fchren k\u00f6nnten, hat der Beklagte nicht vorgetragen.<\/p>\n<p>Der Ausspruch zur vorl\u00e4ufigen Vollstreckbarkeit beruht auf \u00a7\u00a7 708 Nr. 11, 711 ZPO.<\/p>\n<p>Die Streitwertfestsetzung erfolgte nach \u00a7 44 GKG.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>D\u00fcsseldorfer Entscheidung Nr.:\u00a02294 Landgericht D\u00fcsseldorf Schlussurteil vom 12. 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